Schweigen im Walde

Eingetragen bei: Life | 12

Seit Februar habe ich keinen Artikel mehr veröffentlicht. Seit Februar habe ich sehr viel erlebt, was mich bewegt. Ich habe Prioritäten gesetzt. Meinen Job gekündigt. Einen neuen Job angefangen und kurz darauf die Stunden reduziert. Ich habe ein großartiges Projekt in einer Grundschule angefangen indem ich Kinderyoga unterrichte.

Ich bin neuen Menschen begegnet. Begegnungen, die mich jetzt schon nachhaltig verändert haben. Ich habe eine Morgenroutine manifestiert. Indem ich jeden Morgen Yoga oder ein Workout praktiziere, danach meditiere und mir Zeit für ein ausgewogenes Frühstück nehme.

Ich habe viele, viele Fotos gemacht, die ich auf Instagram veröffentlicht habe. Dort findet gerade auch mein „Blog“ statt. Aber selbst damit habe ich angefangen zu hadern. Ich habe wirklich Freude am Fotos machen, an Geschichten erzählen oder einfach nur mich mitzuteilen.

Auf der anderen Seite habe ich so viele Ideen, die nicht zur Umsetzung kommen. Artikel, die im Kopfe geschrieben sind. Geschäftsideen, die super funktionieren könnten.

Aber ich komme nicht in die Umsetzung, weil mein kreativer Freigeist vieles kann, nur nicht fokussieren. Und am Ende immer wieder auch die Frage: Womit kann ich denn auch wirklich Geld verdienen? Ebenso die Frage: Wozu das Ganze? An Tagen, wenn kein Feedback kommt außer einem Like. Von dem ich mich zeitweise abhängig gefühlt habe.

Dennoch bin ich auch durch Instagram gewachsen, durch den Austausch mit tollen Menschen. Die es zum Teil in mein „echtes“ Leben geschafft haben. Die vielen inspirierenden Texte, die zum Nachdenken anregen. Die meinen Gedankenwald bereichern.

Nachdem mich ein fieser Magen-Darm-Virus bei meinen letzten Surftrip in Marokko ausgeknockt hat, habe ich entschieden weniger Zeit in der virtuellen Welt zu verbringen. Meine Aktivitäten auf Instagram zu reduzieren. Und die Webseite vom Netz zu nehmen. Fast zeitgleich kam die Mail mit der Verlängerung meines Webseitenbetreiber. Ein Zeichen weiterzumachen? Ich weiß es nicht. Ich war erstaunt zu sehen, dass sich trotz meines Schweigens hier täglich noch Leser befinden.

Du merkst – so richtig loslassen kann ich noch nicht. Was meinst Du? Ja genau Du, der bis hierhin gelesen hat. Obwohl ich keine Bilder in den Text eingefügt habe. Obwohl ich den Text nicht zehnmal quer gelesen habe, sondern einfach drauf los geschrieben habe.

 

Was denkst DU?

Alles Liebe für Dich,

 

Deine  Chris

 

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12 Antworten

  1. So ein schöner, ehrlicher Text liebe Chris!
    Ich vermute, dass du, so wie das bei mir auch war, aus einem bestimmten Grund, einem Ruf in dir diese Homepage gestartet hast…und vielleicht ist es ja jetzt Zeit diesen Ruf, diese Sehnsucht, dein Geschenk für die Welt, auf andere Weise hervorzubringen 🙂
    Mir geht es auch immer wieder so, dass ich mir denke „Wozu mache ich das eigentlich, hat doch gar keinen Sinn“, aber dann ist diese sanfte Stimme, die mir sagt, weiterzumachen…
    Ich denke, dein Herz ist der richtige Wegweiser, du wirst die richtige Entscheidung treffen, wie du uns mit den Geschenken in dir bereichern kannst! <3
    Namaste, Melli

    • Liebe Melli,

      vielen lieben Dank für Deine Worte. Und Du hast es mal wieder sehr passend formuliert. Genau so fühlt es sich auch an. Ich bin gespannt wo unser Weg uns hinführt. Und wo er sich wieder kreuzt.:)

      Namaste&Aloha

      Chris

  2. Liebe Chris, auch wenn ich nicht täglich einen Kommentar hinterlasse, lese ich doch immer (manchmal sogar mehrfach) Deine Gedanken, Deine Anregungen, freue ich mich mit sicher vielen anderen über Deine tollen Fotos … ich würde alles sehr vermissen; kann Dich aber auch sehr gut verstehen, wenn Du Dich mehr um die reale Welt und die Umsetzung von Ideen kümmern willst. Lass Dein Herz und Deinen Bauch entscheiden 💚 ich freue mich darüber, dass es Dir so gut geht und Du Deine Mitte gefunden hast 😊 Du bist mir schon lange ein Vorbild – irgendwann bin ich auch dort! ✌🏼 Pass auf Dich auf und mach nur das, was Dir selbst gut tut! Liebe Grüße, Solveig ☀️

    • Liebe Solveig,

      Deine Worte ehren mich sehr. Und beschämen mich ein wenig. Ich bin oft genug weit weg davon meine Mitte gefunden zu haben. Aber ich tue viel dafür, sie immer wieder herzustellen. Es ist schön zu wissen, dass ich auf keiner Einbahnstraße fahre. Das ist motivierend und hinterlässt mich sehr dankbar.

      Lieben Dank und ich bin sicher, dass Du ebenso auf einem guten Weg bist.

      Alles Liebe,

      Chris

  3. Liebe Chris,
    danke für diesen ehrlichen Artikel! Ich kann Deine Zweifel gut nachvollziehen, geht es mir doch mit meinem Blog und Instagram ganz ähnlich … Fast schon eine Hass-Liebe. Einerseits bin ich stolz auf mein (Blog-)Baby und andererseits nervt mich der Druck, regelmäßig wunderschöne Bilder und einzigartige Artikel veröffentlichen zu müssen. Man muss ja schließlich dran bleiben … Aber „muss“ man das wirklich? Die Frage ist ja, WARUM man seinen Blog gestartet hat. Wenn man damit Geld verdienen will, muss man das – aber wenn es nur ein Hobby ist, dann darf man doch damit machen, was man will! 🙂
    Mut zur Freiheit; einfach mal laufen lassen, ist meine Devise. Herzliche Grüße und fühl Dich gedrückt, Deine Svenja

    • Liebe Svenja,

      oh ja über diese Hass-Liebe haben wir ja bereits gesprochen. So ist es manchmal. Andererseits ist es doch wundervoll. Ohne Instagram hätten wir uns nie getroffen:)
      Und ja Du hast vollkommen Recht, alles ist freiwillig. Selbst, wenn ich damit Geld verdienen würde.

      Fühl Dich auch gedrückt. Lieben Dank für Deine Worte.

      Chris

  4. Liebe Chris,
    Ich mag deine Texte und fb Sachen sehr. Bei Instagram bin ich nicht.
    Ich kenne dieses nicht fokussieren können und verzettele mich auch sehr oft. Und auch die Warum und wie Frage stelle ich mir so oft…
    Wolltest du nicht ein Buch schreiben? Ich bin über Schreibglück zu dir „gestossen“.
    Was immer du machst- es sollte Freude machen. Intuition an und Kopf aus…aber das ist immer leichter gesagt als getan.
    Alles Liebe.
    Sei gut zu dir.
    LG
    Astrid

    • Liebe Astrid,

      oh Danke für Deine netten Worte. Das ist wirklich sehr lieb. Und ja das Verzetteln ist von Zeit zu Zeit recht anstrengend. Andererseits Langeweile kennen wir nicht, oder?
      Habe ich das tatsächlich geschrieben? Muss gerade wirklich überlegen, das „Schreibglück“ von Veit Lindau? Vielen Dank für die Erinnerung.

      Und übrigens: Ich feiere Dich für Dein Surfbild auf das perfekte klischeebehaftete Surfergirlbild!!! Sehr coole Aktion.

      Hang loose&Aloha,

      Chris

  5. „Mut zur Freiheit“ finde ich gut! Vielleicht braucht es gar keinen Plan, keine Regelmäßigkeit. Vielleicht verändert sich das Schreiben, vielleicht werden die Beiträge seltener, dafür länger, vielleicht werden sie Kurzgeschichten oder ein Buch? Ich mag deine Instagram Beiträge sehr gerne! Das sind schöne Inspirationen und Motivationen. Ich bin sicher, du wirst den richtigen Weg für dich finden…

    • Liebe Daniela,

      super, Mut zur Freiheit gefällt mir immer. Du hast so Recht, die Dinge ändern sich. Und alles hat seinen Sinn.Die Idee mit dem Buch gefällt mir immer besser.

      Danke für Deine Inspiration und alles Liebe für Dich,

      Chris

  6. Liebe Chris,
    ich lese deine Geschichten und Gedanken zu deinen Instagram-Bildern so gerne. Denn so oft treffen sie genau zu auf mich, ähnliche Situationen oder formulieren so treffend, worüber es sich lohnt, nochmal genauer nachzudenken. Dafür vielen lieben Dank. Das Schreiben macht dir Spaß, das merkt man. Auf welchem Kanal das wie oft passieren soll, ist schwierig vorherzusagen. Fühl dich frei und entscheide jeden Tag neu. Für DICH. Nicht für „uns“, die Leserschaft. Die folgt dir – so oder so. Weil deine Texte einfach toll sind!
    Liebe Grüße, Maren

    • Liebe Maren,

      das ist so nett von Dir. Und so wahr. Und macht mich auch ein wenig stolz, dass ich so kluge Menschen zu meiner „Leserschaft“ gehören. Bis gerade war mir das nicht mal richtig bewusst. Das ich eine Leserschaft habe.

      Ich danke Dir von Herzen, das macht mich wirklich sprachlos (zumindest vorübergehend:))

      Alles Liebe,

      Chris

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