Stop Running

Eingetragen bei: Surf | 16

Wie fange ich einen Blog an und wie ehrlich muss / darf ich dabei sein? Diese Fragen treiben mich rum. Seit Wochen-um genau zu sein seit Monaten. Daher möchte ich mit einer kleinen Geschichte starten, die einen sehr einprägsamen Abschnitt in meinem Leben beschreibt. Und zu dem Blog beigetragen hat. Weil ich Geschichten liebe, vor allem wenn sie nachhaltig (m)ein Leben beeinflusst haben. Ich möchte mit Dir die großen und die kleinen Geschichten teilen und alles was das Leben einfach l(i)ebenswert macht.

Waikiki

 

Ich befand mich kurz vor meinen 40. Geburtstag und wollte mir unbedingt meinen lang gehegten Traum vom Surfen erfüllen. Und wenn schon, dann gleich richtig. Also ging es mit einem meiner Lieblingsmenschen an die Geburtsstätte des Surfen: Hawaii.

Nach Weihnachten starteten wir unsere große Reise erstmal ganz klischeehaft in Honolulu auf Oahua. Und das Einzige was ich im Kopf hatte, ich möchte vor meinem Geburtstag meine erste Welle gesurft haben. Am Waikiki Beach. Das habe ich dann tatsächlich geschafft. Wenn ich auch heute über die Bilder lachen muss. Da waren nicht wirklich Wellen, aber ein unglaublich motivierter cooler 60-jähriger Surflehrer. Ein Wellenschubser vom Feinsten.

Nach ein paar Tagen befanden wir uns auf Kauai. Dazu werde ich mal extra schreiben. Weil so besonders. So ein Licht. Unfassbar schön

Hanalei3

 

Die dritte Surfstunde meines Lebens fand in Hanalei Beach statt. Mit einem Privatcoach. Ich freute mich, war aber nicht ganz bei der Sache. Vor allem nicht als es vorab um die Sicherheitsinstruktionen ging (Reminder: Protect your head and face. Always.). Und als ich mal wieder vom Brett rutschte (klar der Surflehrer war schuld, das blöde Board war ja nicht vernünftig gewachst;-)), bin ich einfach nach oben. In Erwartung mein Brett zu empfangen. Habe ich dann auch. Nur mit der Nase. Zack. Und ich wusste sofort, die Nase ist gebrochen.

Im Krankenhaus wurden trotz meines schwachen Einwandes („It couldn`t be, I`m not virgin Maria“) als erstes ein Schwangerschaftstest gemacht. Um mich dann mit Hammermedikamente in ein schmerzfreies Universum zu beamen.
Nach zwei Tagen konnten wir uns, inzwischen auf Maui, langsam wieder auf Entdeckungstour machen. Der Traum vom Surfen war leider erst Mal vorbei.

Untitled design (2)

 

Ebenso die Idee mit der Trecking Tour an der Napali Küste. Aber zumindest fuhren wir zum Ausgangspunkt. Inzwischen sah ich aus wie Pandabär in Bunt. Auf dem Rückweg zum Auto kam uns eine Frau mit ihrem Sohn entgegen. Zuerst lief sie an uns vorbei, stoppte und kehrte zu mir zurück. Sie wollte wissen was mir passiert ist. Und gab mir Tipps bzgl. abschwellenden pflanzlichen Mitteln (seitdem schwöre ich auf Traumeel). Und dann nahm mich diese fremde Frau einfach fest in die Arme. Die folgenden Worte haben sich für immer in meine Seele gebrannt:

„Du und ich wissen, dass dies eine tiefere Bedeutung hat. Stop running!

Ja das Ganze hatte eine tiefere Bedeutung und ja ich bin damals einfach weiter gerannt im Leben. Als ob nichts passiert wäre. Und wurde immer wieder von meinen Körper gebremst. In diesem Fall war es das Surfboard.

 

In meinen Blog wirst Du daher auch über Entschleunigung lesen. Über Achtsamkeit. Über Surfen natürlich (und das man nie zu alt dazu ist anzufangen). Über Gesundheit. Über Genuss. Und Dankbarkeit. Weil Leben jetzt ist. Und wir nicht wissen, ob es für uns ein Morgen gibt. Ich freue mich auf Dich.

Deine Chris

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Datenschutz ist Ehrensache. Versprochen.

16 Antworten

  1. Sehr toll geschrieben ! ! !

  2. Das macht Lust auf mehr und ich freue mich auf mehr! So schön geschrieben.
    Herzlich, Heike

  3. Ich schwöre auch auf Traumeel 🙂
    Liebe Grüße von Birgit

  4. Sehr schön geschrieben!Regt zum Nachdenken an!

  5. Freue mich auf mehr. LG ! 🙂
    PS. Entschleunigung……..gerne…….

  6. […] geht nach Bali. Da habe ich vor über drei Jahren mit dem Surfen begonnen (nun gut eigentlich Hawaii, aber lassen wir das). Ich lasse mich von den Erfahrungen anderer inspirieren, Dazu lese ich am […]

  7. Liebe Chris, eine tolle Hawaii-Geschichte mit Tiefgang hast Du da geschrieben und erlebt. War eine gute Idee bei der Insta-Challenge mitzumachen und so auf Dich aufmerksam zu werden. Dankeschön.

    Herzliche Grüße, Alice

    • Liebe Alice, uih wie nett. Danke Dir. Schön, wenn es Dir gefällt. Apropos Hawaii: Rate mal wen ich gestern „zufällig“ gehört habe? Israel Kamakawiwoʻole:-)
      Aloha & liebe Grüße Chris

  8. Liebe Chris!
    Also ich finde deinen Blog traumhaft! Die erweckst richtige Abenteuerlust und machst außerdem klar, dass es möglich ist Träume – wie zb das Surfen – zu leben.
    Bis auf der Citywave – und am See war ich noch nie auf einer Welle… aber das kann ja vielleicht noch werden.

    ps.: Ich hätte Interesse an einem Gastbeitrag von dir auf meiner Seite – bzw. ein Interview. Wenn du Bock hast – melde dich einfach. Glg
    Melanie – http://www.honigperlen.at

    • Liebe Melanie, oh wie schön. Vielen lieben Dank dafür! Eben viele Grenzen gibt es nur im Kopf.
      Das hört sich gut an. Gerne melde ich mich bei Dir. Alles Liebe Chris

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