Vom Gleichgewicht und so

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Vor über drei Jahren habe ich mit dem Surfen angefangen. Und ich liebe es. Auch wenn ich viele Tage brauche, um wieder rein zukommen. Ich bin lange auf das Brett gestiegen statt den „Take-off“ zu springen. Passiert immer noch. Wenn ich am Tag ein paar Wellen surfe, bin ich sehr glücklich. Surfen hat mich bescheidener gemacht und viel geduldiger. Ich wurde mal in einem Vorstellungsgespräch gefragt, ob ich ein großes Frustrationstoleranzpotential (was für ein Wort) habe. Ich musste herzhaft lachen und habe gesagt: Ich surfe. Ach ja mit dem Job hat es nicht geklappt. Anfänger;-)

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Beim Surfen geht es um Balance. Wie die Wellen, die kommen und gehen. Wie die Gezeiten, die die Wellen beeinflussen. Und der Mond, der die Gezeiten beeinflusst. Wie Ying und Yang.

Irgendwann habe ich mich einem Bekannten unterhalten, der nicht surft. Und er meinte: da brauchst du sicher ein super Gleichgewichtsgefühl. Wohl wahr. Ich hatte zweimal einen Gleichgewichtsorganausfall. Und nicht mehr daran gedacht. Dennoch surfe ich. Für die Medizinjunkies. Das Gleichgewichtsorgan sitzt jeweils im Innenohr. Bei einem Ausfall kann das eine Organ das andere kompensieren. Oder wie in meinen Fall nur zum Teil.

Also frage Dich: Konzentriere ich mich im Leben auf das was ich nicht kann?
Oder auf das was ich will, weil ich dafür brenne? So wie ich fürs Surfen. Wie war das nochmal mit der Hummel? Sie kann laut aerodynamischen Gesetzen nicht fliegen. Sie weiß nichts davon. Und tut es dennoch.

 

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Was wolltest Du immer mal machen? Und was liebst Du so, dass Du „mögliche“ äußere Umstände komplett ausblendest? Ich freue mich auf Dein Kommentar.

 

Einen guten Start in eine neue Woche voller Abenteuer

wünscht Dir Deine

Chris

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5 Antworten

  1. Alles richtig gemacht Chris. Das sollte immer die Sinnfrage sein „Für was brennst Du“. Ich brenne für Blödsinn, die Welt ist mir viel zu ernst. Ich brenne dafür andere zu unterhalten und ich brenne Fussball in allen Formen und Farben. Selber spielen, anschauen und Fussball kommentieren. Ich brenne für ein unbeschwertes Leben.
    Let it burn baby 🙂

    Greets Michi

    • Danke Michi für Deine Zeilen:-) Darin kann ich Deine Begeisterung gut spüren. Ich mag das Wort unbeschwert. Das steckt das Wort Beschwerde drin. Wir beschweren uns viel zu oft über Dinge, die wir nicht ändern oder kontrollieren können. Alles vergebene Lebensfreude und Energie, die wir in Dinge stecken können für die wir brennen. Sei es Surfen, Fußball oder das Leben an für sich. Sonnigst Deine Chris

  2. […] einer Surfschule nichts mehr. Ich verglich mich zu sehr mit den Anderen (2. Grundgesetz zum Glück: Vergleiche Dich nicht mit Anderen). Klar in einer Gruppe von 4-5 Leuten kann der Coach unmöglich allen gerecht […]

  3. Ich habe letztes Jahr angefangen zu surfen. Ja, ja und das in meinem Alter… 🙂 Es war schon immer ein Traum von mir auf einem Brett zu stehen und elegant über die Wellen zu gleiten. Nun ja gestanden bin ich, das mit dem elegant braucht noch seine Zeit! Doch was mir am meisten Spass macht, ist diese Freiheit. Dein Kopf ist leer und du beschäftigst dich nur noch mit dir und deinem nassen Umfeld. Wirst eins mit der Natur. Ja ich weiss klingt jetzt meeega kitschig, ist aber so…
    Sonnige Grüsse
    Veronica

    • Liebe Veronica, freue mich immer über spätberufene Surferinnen wie mich. Ich habe auch erst mit 40 damit angefangen. Und ich kann jeden Deiner Gedanken nachvollziehen. Surfen kann sehr romantisch sein. Aber auch komplett das Gegenteil. Um Deinen Bus beneide ich Dich. Steht ganz oben auf meiner Liste…:-)
      Liebe Grüße aus Portugal
      Chris

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