Warum ein Surfcamp nicht gleich Surfcamp ist oder wo ist Wonderland? (1)

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Kürzlich habe ich darüber geschrieben, warum es großartig ist einen Surfcoach für sich zu haben. Und war an dem Punkt, dass ich „eigentlich“ nicht mehr in ein Surfcamp möchte. Dieses Mal war ich aber mit einem Surfanfänger unterwegs. Und hatte einen wesentlichen Gesichtspunkt übersehen: Es gibt sie. Die Surfcamps, die nicht auf Masse aus sind. Die klein, fein und individuell sind. Zum Glück habe ich eines entdeckt: Das Janga Surfcamp oder Wonderland genannt. Ob zu Recht, erfahrt Ihr hier.

In Teil 1 geht es um die Anreise, Porto und dem Ausflugsziel Coimbra. In Teil 2 mehr zum Camp und zum Surfen in Figuera da Foz.

Die Anreise

Dieses Mal habe ich mich für Porto entschieden. Lissabon kenne ich bereits. Zudem wusste ich, dass es in Peniche / Baleal im Juli voll ist.

Seit diesem Jahr fliegt die holländische Billigairline Transavia von München aus. Der Flug war mit 143 Euro günstiger als meine bisherigen Flüge nach Lissabon. Obwohl wir vier Wochen davor gebucht hatten. Ich nutze oft Skyscanner. Dort kannst Du den ganzen Monat eingeben und schauen wie es mit Deinen freien Tagen am besten passt. Ein wenig Geduld und Zeit brauchst Du. Mit der Planung geht es bei mir mit der Vorfreude los.

Ankunft PortoBei Transvania sind 10kg Handgepäck frei. Meine Chance. Jedes Mal will ich mit max. 15 kg reisen. Utopisch bislang. Das Packen dauerte Stunden. Mehr zu packen ist einfacher. Und weniger ist mehr. Übrigens: Aufpreis für ein Surfbrett beläuft sich auf 40 Euro pro Flug. Die ultimative Packliste für Surfer findest Du hier.
Ich fliege lieber unter der Woche. Kann ich empfehlen. Sonntags fliege ich nur, wenn es nicht anders geht. Die Schlange am Schalter (wir hatten online eingecheckt, aber das Gepäck musste gewogen werden) war lang. Aber kein Vergleich zu den Menschenmassen vor der Sicherheitskontrolle. Fünf Minuten vor dem Abflug waren wir noch mittendrin. Breath in and Out. Und wir haben uns ausnahmsweise vorgedrängelt. Stell Dir vor. Natürlich haben wir den Flieger erwischt. Schließlich waren wir nicht die Einzigen in der Schlange…

Porto

Da wir für die Rückreise nur einen Tag Porto Zeit hatten, sind direkt vom Flughafen in die Stadt gefahren. Meine erste Amtshandlung in Portugal: Pasteis da Nata essen und einen Galau trinken. Galau ist portugiesischer Milchkaffee. Und der Kaffee ist definitiv stark. Und gut. Pasteis de Nata ist ein Puddingtörtchen. Ursprünglich erfunden von Mönchen. Dabei schmecken die Pasteis so gar nicht nach Klosterleben. Eher nach Sünde pur.

PortoWir sind Richtung Douro gelaufen, dem drittlängsten Fluss der Iberischen Halbinsel. Er ist fast 900 km lang, entspringt der spanischen Provinz Soria und mündet bei Porto im Atlantik. An der romanischen Kathetrale Séo do Porto (Kathedrale von Porto) aus dem 12.Jdh. führt kein Weg vorbei. Sie gilt seit 20 Jahre zum Weltkulturerbe von Unesco. Ein wundervoller Blick auf die Stadt und dem Douro haben uns die frühen chaotischen Eincheckbedingungen vergessen lassen.
In Porto findest Du die typisch portugiesischen Gassen. Dadurch zu schlendern und die Vorfreude der Portugiesen auf das EM-Finale zu erleben, war großartig. Dann wurde ich ungeduldig. Ich wollte ans Meer. Jetzt!

Auf dem Rückweg hatten wir nur wenige Stunden, da wir vormittags noch surfen „mussten“. Am Douro haben wir unseren letzten Abend mit einer Portwein Verköstigung ausklingen lassen. Ich hätte nicht gedacht, dass mir die jungen Portweine viel besser schmecken. Falls Du keinen magst, das fruchtbare Klima vor Ort sorgt auch für leckeren Wein. Natürlich gibt es hier noch viel mehr zu entdecken. Aber Surfen & Meer geht vor.

Ausflugziel Coimbra

Sonntag ist surfrei. Zumindest gibt es keinen Transfer und Surfstunden. Und ehrlich gesagt, mein Körper braucht spätestens nach fünf Tagen Surfen Erholung. Dieses Mal waren es sogar sechs Tage. Ich bin ja keine 20 mehr.
Zeit für einen spontanen Ausflug ins Innere von Portugal. Coimbra wurde uns von der netten österreichischen Familie empfohlen.

Coimbra

Vom Camp aus sind wir mit dem Auto ca. 40 min gefahren. Hatte ich erwähnt wie leer die Autobahnen in Portugal sind? Kleiner Tipp, buche beim Autovermieter das Mauterfassungsgerät mit. Damit werden die Gebühren elektronisch erfasst und am Schluss abgerechnet.

Coimbra ist eine bezaubernde historische Stadt mit einer der ältesten Universitäten in Europa. Die Bibliothek aus dem 18.Jdh. soll beeindruckend sein. Beeindruckend waren auch die Warteschlangen davor. Da waren wir bei Temperaturen um die 35 Grad gerne Kulturbanausen. Und haben uns lieber in einer der netten Restaurants in einer der schattigen Gassen gesetzt. Die waren liebevoll mit Strick Künsten geschmückt. Das „Strickfestival“ geht noch bis Ende September. Auf jeden Fall eine gelungene Abwechslung zu Figuera da Foz, welches eher mit Bauten aus den 70zigern protzt.

Teil 2 gibt es morgen…

 

Guten Wochenstart für Dich. Ich freue mich auf Deine Kommentare und Deine Reisetipps für den nächsten Portugal Trip.

Deine Chris

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Eine Antwort

  1. […] Wille. Gespielt wird Fado in kleinen Restaurants, vor allem in Lissabon und Coimbra (siehe auch hier). Habe ich erwähnt wie sehr ich die Sprache […]

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