Warum ein Surfcamp nicht gleich Surfcamp ist oder wo ist Wonderland? (2)

Eingetragen bei: Surf | 5

Das Janga Surfcamp auf den Hügeln von Figuera da Foz 

Als ich gelesen hatte unser Zimmer hat Meerblick war ich happy. Und bin automatisch davon ausgegangen, dass es am Meer liegt. Zuerst war ich enttäuscht, da es oben am Berg liegt. Im Nachhinein perfekt. Ein richtig kleines Idyll. Oder eher ein großes. Der Garten mit Palmen und Pinienbäumen ist weitläufig. Die Hängematten und der kleine Pool haben uns sofort in den Entspannungsmodus gesetzt. Hang loose vom Feinsten.

Die Räumlichkeiten

Die Zimmer sind individuell gestaltet und die Paletten Betten hat der Besitzer Yoyo selbst gezimmert. Das Coole daran: Jedes Zimmer hat ein eigenes Bad. Ok es gibt keine Putzfrau die täglich durchgeht. Aber Du kannst jederzeit Bescheid geben, wenn Dir nach Sauberkeit ist. Es gibt zwei Häuser, die im Moment Platz für 16 Leute hat. Alles klein und fein. Im Haupthaus findet das abwechslungsreiche Frühstück statt (täglich verschiedene Smoothies, Müslies, guter Käse und Wurst, mehrere Brotsorten, teilweise Croissants).
Wir waren im Nebenhaus untergebracht. Hier gab es eine riesige Küche, einen chilligen Gemeinschaftsraum und großen Balkon inkl. Grillraum für Alle.

Zudem gibt es noch einen Fitnessraum (hier finden auch die Yogastunden statt) und für die kalten Tage eine Sauna. Der Massageraum ist ebenfalls im Nebengebäude untergebracht.
Die Yogastunden kannst Du individuell mit Solange ausmachen. Solange hat uns gleichzeitig mit Massagen verwöhnt. Alleine dafür lohnt sich ein Trip ins Wonderland. Janga Surfcamp

Die Menschen & das Miteinander

Yoyo, der Besitzer und sein Team hatten eines gemein: Alle waren super nett, hilfsbereit und herzlich. Allein über die Anekdoten von Yoyo könnte ich einen extra Artikel schreiben. Soll ich?:)

Die Gäste waren bunt gemischt: Alleinreisende, Freunde, eine Familie. Von sieben bis 45 waren alle Altersklassen vertreten.

Wie eine große Familie. So wie die Häuser ursprünglich als Sommerresidenz für eine portugiesischen Großfamilie gedacht war. Am Abend haben wir öfters gemeinsam gegrillt und gekocht.

Wir hatten das Glück gleich am ersten Tag bei einem Sushi Abend dabei zu sein. Artemy der Sushi-Koch hat in einem der besten Hotels der Welt gelernt. Er hat vor dem EM-Finale im Camp allerfeinstes Sushi zubereitet. Und einige Tage später als wir alle im Fischrestaurant saßen, mir alles zu den Spezialitäten erzählen können. Kennst Du Entenmuscheln? Auch „Dead Man Fingers“ genannt. Ich habe tatsächlich alles probiert. Obwohl ich keinen Fisch mag. Raus aus der Komfortzone. Nun ja – kann gut sein. Muss nicht gut sein.

 

Der Surf

Oh ja. Warum waren wir eigentlich hier? Zum Surfen. Richtig. Das Preis-Leistungsverhältnis für das Surfcoaching war unschlagbar. Ich war froh nicht alleine zu surfen und mich weder um Transport noch Forecast kümmern zu müssen.

Dadurch bin ich in den Genuss gekommen mit einem der besten Surfer von Portugal zu surfen. Ivo der Coach hat einige Jahre bei der Word Surf League mitgemischt. Wir wussten das bis zum Schluss nicht. Ivo ist die Art von Surflehrer, den ich jedem Anfänger wünsche. Geduldig, ruhig und einfühlsam. Er hat mich machen lassen und wenn nötig Tipps und Tricks gegeben.

Surfen Figuera da Foz

Es gab eine Vormittag Gruppe und eine am Nachmittag. Am Vormittag waren die erfahrenen Surfer draußen, Du kannst nach Rücksprache erneut mitfahren. Dann gibt es kein Coaching bzw. Du buchst einfach zwei Sessions am Tag. Ich war am Schluss zweimal täglich draußen, da wir zwischendurch fast keine Wellen hatten. Ansonsten waren die Wellen am Anfang gut kopfhoch und wurden täglich kleiner. Aber noch surfbar. Und sie waren freundlich zu uns. Da hatte ich in Peniche ganz andere Tage. Apropos: kein Vergleich zu Figuera da Foz. Hier waren die Spots weder überlaufen noch surften zehn Surfschulen parallel. Ein freundliches Miteinander. So soll und darf Surfen für mich immer sein.

Wenn Du unter 7´0″ Bretter surfst, dann gibt es ein Buster Testcenter. Hier kannst Du die Buster Boards testen und wenn Du magst auch kaufen oder eines shapen lassen. Für Surfer wie mich blieben die Softboards. Was ok war, da mein Brett daheim auch nicht klein und leicht ist.

 

Das Fazit: Ich komme wieder. Ein superschönes, individuelles Camp mit angenehmen Publikum. Nicht zu jung und weit ab von den klassischen Partycamps. Ein Auto macht Sinn. Ansonsten sitzt Du im Paradies fest. Grausam…. Selbst für Menschen, die nicht surfen, lässt es sich hier wunderbar aushalten.

 

Falls Du andere schöne individuelle Camps empfehlen kannst, immer her damit. Ich freue mich über Dein Feedback und beantworte gerne Deine Fragen.

Aloha & Hang loose

Deine Chris

 

Du willst mehr erfahren?

Dann bekommst Du bald Post von mir.

Datenschutz ist Ehrensache. Versprochen.

5 Antworten

  1. Hallo Chris,
    Hört sich gut an. Merke ich mir.
    Ich kann das http://www.atlantissurfhostel.de auf Gran Canaria empfehlen. Traumhafte Wellen und keine crowds.
    Seufz….
    Aber ich darf im November wieder nach NZ. Hat da noch jemand Tipps?
    LG
    Astrid

    • Hallo Astrid,
      danke. Cool. Gran Canaria habe ich mir auch mal angeschaut. Nicht gerade die typische Surferdestination. Was an für sich gut ist.;-) Hört sich toll an!
      Neuseeland? Großartig. Das steht ganz oben auf der Liste. Da gibt es eine Bloggerin, die in Neuseeland lebt und surft. Mir fällt leider gerade nicht der Name des Blogs ein.
      LG & erzähle doch dann von Neuseeland

      Chris

  2. Hallo Chris,

    vielleicht meinst du Pana und ihren Blog ‚TakeoffandTravel‘ 🙂 http://www.takeoffandtravel.de/

    Das Camp klingt toll. Ich war bisher immer in Baleal, da gibt es eine ähnliche Unterkunft, das Highway to Swell. Das gemütliche Beisamensitzen und gemeinsame Grillen im wirklich schönen Garten erinnern mich daran! Allerdings ohne Frühstück und Guiding. Trotzdem hatte ich dort dieses Gefühl von einer großen Familie 🙂

    Liebe Grüße, Isa

    • Hallo Isa,

      ja cool. Genau den Blog meinte ich. Danke!:-)
      Ich war auch schon oft in Baleal und das Highway to Swell wollte ich schon immer mal besuchen. Jetzt erst Recht. Hört sich für mich genau richtig an.

      Vielleicht sieht man sich da mal:-)

      Liebe Grüße
      Chris

  3. […] meinen Beitrag über das Janga Surfcamp wurde mir eine günstigere Alternative empfohlen. Obrigado lieber Andi unbekannterweise. Nachdem […]

Hinterlasse einen Kommentar

*